1992 erholten sich erstmalig Kinder aus den von der Tschernobyl-Katastrophe betroffenen Gebieten um Bragin in Rosenthal. Als sie wieder nach Hause fuhren, stand für uns fest: Wir werden weiterhin helfen!
So ist unsere Projektgruppe entstanden. 20 Mitglieder der unterschiedlichsten Berufe und Weltanschauungen haben sich unter dem Dach der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Rosenthal zusammengefunden, um weiß-russischen Kindern und ihren Familien zu helfen. Jedes Jahr im Januar und das mittlerweile schon zum neunzehnten Mal kommen knapp zwei Dutzend Tschernobylkinder zwischen 7 und 14 Jahren zur Erholung für vier Wochen nach Rosenthal.
Jedes Jahr im März/April startet ein Sattelschlepper mit ca. 1300 Kartons voller Hilfsgüter nach Weißrussland.
Und jedes Jahr im Mai fahren Mitglieder unserer Projektgruppe mit einem Kleinbus nach Bragin und Minsk, besuchen die Familien der Kinder und überbringen Kleidung, Lebensmittel und dringend benötigte Hilfsgüter. Vor Ort informieren wir uns über die Kinder, für die ein Aufenthalt in Rosenthal in Frage kommt.
Im Januar 2010 waren wieder 22 Kinder zwischen 7 und 10 Jahren bei uns im Rüstzeitheim. Die Projektgruppe organisierte ein vielseitiges Programm für diese Zeit. Ob Besuche in Schulen, Tagesausflug mit der Bundeswehr, Wochenendaufenthalt in den Gast-Familien, Schwimmen, Spielen, Basteln... viele Helfer und Sponsoren unterstützen dieses Projekt. Gesunde Ernährung, Aufenthalt im Freien und viel Zuwendung hilft den Kindern, ihr geschwächtes Immunsystem zu stärken. Die Anhänglichkeit und Freude der Kinder macht Mut, uns weiterhin für diese Menschen und ihre Probleme einzusetzen. Der 19. Hilfstransport für April/Mai 2010 mit über 1000 Paketen wird vorbereitet. Bei Abgabe von Kleiderspenden bitten wir um einen Transportkostenanteil von 3,00 EUR pro Karton. Zur Zeit können keine Kleiderspenden mehr angenommen werden.
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